Online-Materialien zum Thema "Antifeminismus"
Antifeminismus zeigt sich in digitalen wie analogen Räumen in vielfältigen Formen: von vermeintlich harmlosen Abwertungen gegenüber Flinta*-Personen im Schulalltag über reichweitenstarke Influencer:innen, die antifeministische Narrative normalisieren, bis hin zu struktureller und physischer Gewalt, die sich in der steigenden Zahl an Femiziden manifestiert. Als Ideologie der Ungleichwertigkeit richtet sich Antifeminismus systematisch gegen feministische Errungenschaften und versucht, geschlechterpolitische Fortschritte zurückzudrängen.
Bildung gegen Antifeminismus berücksichtigt seine unterschiedlichen Erscheinungsformen und damit insbesondere auch digitale Öffentlichkeiten wie Social Media. Neben der Vermittlung von Wissen bedarf es einer Öffnung politischer Räume, die einen Austausch unterschiedlicher Perspektiven und die Infragestellung eigener Positionen ermöglichen. Im Umgang mit Antifeminismus braucht es außerdem eine gezielte Stärkung der Handlungssicherheit von Pädagog:innen. Welche Informationen und Handreichungen stehen ihnen zur Verfügung? Wie können sie antifeministischen Behauptungen begegnen? Wie können Betroffenheiten und intersektionale Perspektiven adressiert werden? Mit welchen konkreten Methoden können Pädagog:innen mit Adressat:innen arbeiten, um über Antifeminismus, insbesondere in digitalen Öffentlichkeiten, ins Gespräch zu kommen? Die nachfolgende Auswahl an Online-Materialien bietet Ansatzpunkte, um sich diesen Fragestellungen zu nähern.
1. Argumentationshilfe „Antifeministische
Behauptungen erkennen und widerlegen“
Träger: Amadeu Antonio Stiftung
https://gegen-antifeminismus.de/
Die Website „Antifeministische Behauptungen erkennen und widerlegen“ von der Fachstelle Gender, GMF und Rechtsextremismus der Amadeu Antonio Stiftung befasst sich mit der systematischen Einordnung und Dekonstruktion von zehn zentralen antifeministischen Aussagen. Zu diesem Zweck werden die jeweiligen Behauptungen zunächst expliziert, bevor sie mittels eines Realitätschecks empirisch eingeordnet und richtiggestellt werden. Anschließend werden feministische Forderungen formuliert, die strukturelle Problemlagen aufzeigen und potenzielle Handlungsoptionen aus einer geschlechtergerechten Perspektive benennen. Ergänzend stellt ein Glossar zentrale Begriffe im Bereich Antifeminismus bereit und erläutert deren politische und theoretische Begründung. Hinweise in Form von Content Notes markieren besonders sensible Themenbereiche und warnen vor potenziell belastenden und diskriminierenden Aussagen.
Der Beitrag weist eine klare und didaktisch nachvollziehbare Struktur auf. Die Sequenz aus Behauptung, empirischer Einordnung und feministischer Perspektive erlaubt eine systematische Analyse antifeministischer Narrative und erleichtert die kritische…
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